Was ist Fundtiere Wien?

Fundtiere Wien zeigt auf einer Karte, welche Katzen, Hunde und anderen Tiere in Wien gefunden und abgegeben wurden. Die Daten stammen aus dem offiziellen Open-Data-Katalog der Stadt Wien (data.gv.at) und aktualisieren sich automatisch. Das Angebot ist kostenlos, nicht-kommerziell und ein Projekt von Brutal Kittens.

Aktuell zeigt die Karte 167 Fundtiere: 93 Katzen, 21 Hunde, 53 andere Tiere. Zuletzt aktualisiert: 19.09.2026, 11:28.

Zuletzt gemeldet

Was tun, wenn man in Wien ein Tier findet?

Ein gefundenes Haustier sollte man beim Fundservice der Stadt Wien melden, telefonisch unter +43 1 4000-8060, täglich rund um die Uhr erreichbar. Das Fundservice nimmt das Tier auf und bringt es in der Regel zu TierQuarTier Wien, dem Tierheim der Stadt (Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien). Wichtig zu wissen: Für Fundtiere läuft eine Meldefrist, meist etwa 30 Tage. Bis zu ihrem Ablauf können sich die Besitzerin oder der Besitzer melden, danach darf das Tier ein neues Zuhause suchen. Das offizielle Verfahren steht auf der Fundservice-Seite der Stadt Wien.

Wo kann man gefundene Tiere in Wien sehen?

Auf dieser Karte. Sie zeigt derzeit 167 gefundene Tiere, davon 93 Katzen und 21 Hunde, mit Foto, Fundort und Bezirk. Die Daten stammen aus dem offiziellen Open-Data-Katalog der Stadt Wien und werden automatisch aktualisiert. Alle Fälle stehen zusätzlich auf der Fundservice-Seite der Stadt Wien, besuchen kann man gefundene Tiere bei TierQuarTier Wien. Die Karte hier fasst alles an einem Ort zusammen und lässt sich nach Tierart, Zeitraum und Bezirk filtern.

Mein Haustier ist verschwunden, was tun?

Die meisten vermissten Tiere tauchen in der eigenen Nachbarschaft wieder auf: Katzen oft nur wenige Häuser weiter, Hunde meist innerhalb von etwa zwei Kilometern. Diese Anleitung geht die Schritte in der Reihenfolge durch, in der sie helfen.

Die erste Stunde

Zuerst die eigene Wohnung durchsuchen: Viele "verschwundene" Katzen verstecken sich zu Hause hinter Möbeln oder im Schrank, eine geschüttelte Futterdose lockt sie meist hervor. Danach Aufzeichnungen von Türsprechanlage oder Kamera prüfen, um den letzten Sichtungsort festzuhalten, und die nähere Umgebung zu Fuß absuchen: Keller, Garagen, unter Autos, hinter Müllcontainern, in Gebüschen. Nachbarinnen und Nachbarn bitten, ihre Schuppen und Kellerräume zu kontrollieren, denn Tiere schließen sich oft ein und miauen dann nicht. Vertraute Geräusche mitnehmen (Leckerli-Beutel, Quietschspielzeug), ruhig sprechen, auch tagsüber eine Taschenlampe dabeihaben. Handy aufladen, unbekannte Nummern annehmen und die Mailbox-Ansage ändern: "Ich suche mein Tier, bitte Ort und Uhrzeit per SMS schicken."

Katzen verstecken sich in der Nähe

Eine Auswertung von über 1.200 wiedergefundenen Katzen zeigt: Die Hälfte war weniger als 50 Meter vom Fluchtpunkt entfernt, drei Viertel innerhalb von 500 Metern; reine Wohnungskatzen sitzen meist nur wenige Häuser weiter. Weit entfernte Parks absuchen ist der häufigste Fehler. Ein verängstigtes Tier miaut nicht, weil Miauen Fressfeinde anlockt, deshalb schlägt aktives Absuchen das Warten. Die besten Zeiten sind späte Nacht und frühe Morgenstunden, wenn die Stadt ruhig ist; mit der Taschenlampe unter Autos und ins Gebüsch leuchten, denn Katzenaugen spiegeln. Viele Katzen verlassen ihr Versteck erst nach zehn bis zwölf Tagen, oft getrieben vom Durst: Etwa ein Drittel taucht in den ersten sieben Tagen wieder auf, mehr als die Hälfte innerhalb von zwei Monaten. Gebrauchte Katzenstreu oder getragene Kleidung vor der Tür kann helfen, ist aber nicht belegt, schaden tut es nicht.

Hunde laufen weiter und lassen sich nicht einfangen

Etwa 70 Prozent der wiedergefundenen Hunde waren weniger als 1,6 Kilometer von zu Hause entfernt, oft nimmt sie jemand aus der Nachbarschaft vorübergehend auf, Tür an Tür fragen bringt also mehr als Autofahrten. Die wichtigste Regel beim Sichten: nicht rufen, nicht hinterherjagen. Ein panischer Hund flieht vor allen Menschen, auch vor seiner Familie. Stattdessen seitlich hinknien, Blick abwenden, Futter hinlegen und ruhig warten, bis er von selbst kommt. Nach zwei, drei Tagen hilft stark riechendes, frisch gekochtes Futter am letzten Sichtungsort in der Dämmerung.

In Wien: melden, prüfen, vorbeigehen

Plakate und soziale Netzwerke

Neben der Meldung sind Aushänge die am besten belegte Methode: In einer US-Studie wurden 15 Prozent der Hunde und 11 Prozent der Katzen über Nachbarschafts-Schilder wiedergefunden. Große fluoreszierende Papiere, "VERMISST" in sehr großen Buchstaben, ein deutliches Foto, die Telefonnummer, lesbar aus dem fahrenden Auto (fünf Sekunden, fünf Wörter). An Kreuzungen aufhängen: bei Katzen im engen Radius, bei Hunden weiter gestreut. Für Posts gilt: Bezirk im Titel, Straßenkreuzung mit Datum und Uhrzeit, ein bis zwei markante Erkennungsmerkmale, worauf das Tier hört, und was schon unternommen wurde. Sichtungshinweise kommen erfahrungsgemäß am häufigsten aus lokalen Facebook-Gruppen.

Was man besser lässt

Ein gesichtetes Tier rufen oder verfolgen, es flieht weiter und verkriecht sich tiefer. Bei Katzen zu weit suchen, erst den 500-Meter-Umkreis systematisch. Mit der Meldung warten, je früher ein Tier gemeldet ist, desto eher wird es wiedererkannt. Sich auf einen Kanal verlassen, Suche, Plakate, Fundservice und Gruppen gehören parallel. Zu früh aufhören, Tiere tauchen auch nach Wochen wieder auf.

Vorsicht bei Geldforderungen

Nach Vermissten-Aufrufen melden sich manchmal angebliche Finder und verlangen Vorkasse für "Transport", "Tierarzt" oder Finderlohn, oft in Form von Gutscheinkarten. Niemals zahlen, bevor man das Tier gesehen und den Chip hat prüfen lassen. Finderinnen und Finder haben Anspruch auf einen Finderlohn, aber erst bei der Herausgabe, und seine Höhe richtet sich nach dem Wert des Tieres. Bezahlte "Tierkommunikatoren" sind unseriös.

Wenn eine Woche vergangen ist

Eine gesichtete, aber nicht einfangbare Katze lässt sich mit einer Lebendfalle aus dem Baumarkt fangen, gestellt mit stark riechendem Köder am Sichtungsort; eine Wildkamera bestätigt vorher, dass das Tier dort vorbeikommt. Fallen nie über Nacht unbeaufsichtigt lassen. Plakate erneuern, Radius erweitern, die Karte weiter prüfen. Und falls das Schlimmste passiert sein sollte: Die Stadt Wien führt eine Kartei verunglückter Tiere (ebswien Tierservice), eine Anfrage dort nimmt wenigstens die Ungewissheit.

Wie aktuell sind die Daten?

Die Daten kommen aus dem offiziellen Open-Data-Katalog der Stadt Wien (data.gv.at) unter der Lizenz CC BY 4.0 und werden alle 30 Minuten automatisch abgerufen, zuletzt am 19.09.2026, 11:28. Die Karte zeigt derzeit 167 Tiere. Verzögert sich eine Aktualisierung, weist die Seite darauf hin. Verbindliche Quelle bleibt immer der offizielle Katalog der Stadt Wien.

Ein Projekt von Brutal Kittens.